Tierärztin Kerstin Pannhorst

Osteopathie

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Diagnose- und Therapieform, die sanft und effektiv mit den Händen durchgeführt wird. Sie wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts von A.T. Still begründet und basiert auf den Erkenntnissen, dass alles Leben Bewegung ist und die Struktur und Funktion von Geweben sich gegenseitig beeinflussen. Heute erfährt die Osteopathie nicht nur bei den Menschen eine zunehmende Bedeutung, sondern spielt auch in der Behandlung der Tiere eine wichtige Rolle.

Traumen und Verletzungen, die sich im Leben eines Tieres ereignet haben, werden häufig im Gewebe wie zum Beispiel in den Faszien (das alles umgebende und untereinander in Verbindung stehende Bindegewebe) gespeichert. Ist die Bewegungsfähigkeit eines Gewebes eingeschränkt, entsteht in der Folge und Summation von Ereignissen Krankheit.
Daraus wird ersichtlich, dass die äußerlich sichtbaren Symptome noch lange nicht die Ursache für die Beschwerden sein müssen, sondern viel weitreichender sein können (z. B. Geburtsstörungen, emotionale Belastungen, Organ- und Stoffwechselstörungen).

Osteopathische Patienten (wie beim Menschen auch) verteilen sich also vom Welpen bis zum Senior auf alle Altersgruppen. Diese Therapieform ist nicht nur für Hunde zugänglich, sondern auch Katzen und kleine Heimtiere lassen sich gut behandeln. Selbst ängstliche Tiere empfinden die Techniken als angenehm und werden häufig unter den Händen ruhig und fangen an sich zu entspannen.
Im Unterschied zur Physiotherapie, wo häufig eher mechanisch in Form von Massagen, Dehnungen und krankengymnastischen Übungen gearbeitet wird, ist eine osteopathische Behandlung zumeist viel feiner, weicher und weniger sichtbar für den Außenstehenden. Eine selbst erlebte Behandlung wird aber oft als sehr intensiv wahrgenommen, wobei ein wohltuendes Entspannen im Vordergrund steht.
Die Aufgabe eines Osteopathen besteht darin, mit den Händen den Spuren im Körper zu folgen und sie für das Tier bewusst zu machen. Über vielfältige Techniken in den verschiedenen Systemen (faszial, parietal, viszeral und cranio-sacral) wird der Organismus zur Selbstheilung angeregt.
Die Bewegung im Gewebe ist Voraussetzung für eine gute Durchblutung, einen optimalen Lymphabfluß, eine ungestörte Funktion der Nervenleitbahnen sowie ein koordiniertes Zusammenspiel im Muskel-Skelett-System.
Sind die strukturellen Veränderungen minimal, so ist der Körper schon nach wenigen Behandlungen in der Lage, sich wieder selbst auszubalancieren und zu heilen. Aber auch bei schon lange bestehenden chronischen Strukturveränderungen wird durch eine Verbesserung der Funktion und Beweglichkeit eine deutliche Linderung und Zunahme der Lebensqualität erreicht.

Physiotherapie / Physikalische Medizin für Kleintiere wie Hunde und Katzen
Tierarztpraxis Kerstin Pannhorst | Am Lockvogel 14c | 58452 Witten
Tierphysio Bochum

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